Wissenschaftliche Publikationen

Intellektuelle Herkunft

Die folgenden Arbeiten dokumentieren die theoretische Grundlage des heutigen Forschungs- und Tätigkeitsprofils. Drei Fragen ziehen sich durch alle Arbeiten: Wie konstituiert Raum Wahrnehmung, Wissen und Praxis? Wie verschieben sich diese Beziehungen in historischen Transformationsphasen? Und was lässt sich daraus für gegenwärtige Organisations- und Kompetenzfragen ableiten? Die Antworten haben sich verändert – die Fragen nicht.

Habilitationsschrift

Kunstgeschichte nach dem Spatial Turn. Eine Wiederentdeckung mit Kant, Panofsky und Dorner Julia Burbulla transcript Verlag, Bielefeld, 2015. 378 Seiten. ISBN 978-3-8376-2715-2

Die Omnipräsenz des Raumes in den Humanwissenschaften hat seit dem Spatial Turn (1989) beeindruckende Ausmaße angenommen – doch die methodologische Tradition von Raum und Zeit in der Kunstgeschichte blieb dabei weitgehend unberücksichtigt. Diese Studie nimmt sich erstmals diesem Desiderat an. Anhand ausgewählter Schriften von Kant, Panofsky und Dorner diskutiert sie Raum und Zeit als zentrale kunstgeschichtliche Ordnungen und befragt sie auf ihr Potenzial für eine modernisierte Kunstgeschichte. 

Die Arbeit legte den theoretischen Grundstein für ein Raumverständnis, das Raum nicht als gegebene Rahmenbedingung, sondern als aktiv strukturierende Kraft von Wissen, Praxis und Organisation begreift.

Dissertation

Allumfassende Ordnung. Gartenkunst und Wissenschaft in Gotha unter Ernst II. von Sachsen-Gotha-Altenburg (1772–1804)
Julia Burbulla Peter Lang Verlag, Bern, 2010. 288 Seiten. ISBN 978-3-0343-0038-4

Am Beispiel des Gothaer Landschaftsgartens zeigt die Studie, wie Raumtheorie, Wahrnehmungskonzepte und Wissenschaftsdiskurs im Zeitalter der Aufklärung zusammenwirkten – und wie aus der Wechselwirkung zwischen Ästhetik und Physik ein neues Verständnis von Raum als konstitutiver Bedingung von Erkenntnis entstand. 

Die Arbeit steht am Beginn einer Forschungslinie, die sich bis heute mit der Frage beschäftigt, wie räumliche Ordnungen Denken und Handeln ermöglichen oder begrenzen.

Herausgeberschaften 

Deutschsprachige Quellen zum landschaftlichen Garten im 18. Jahrhundert Herausgegeben von Julia Burbulla und Susanne Karn. Institut GTLA, Rapperswil, 2011. 372 Seiten. ISSN 2235-2732. 

Stadtlandschaften. Schweizer Gartenkunst im Zeitalter der Industrialisierung Herausgegeben von Susanne Karn, Julia Burbulla, Gabi Lerch. Offizin Verlag, Zürich, 2006. 144 Seiten. ISBN 978-3-907496-44-2